Sparzinsen Vergleich für Österreich
Die Zinsen im Dezember 2014: Rekordtief

Die Zinsen für Spareinlagen haben in den letzten Jahren immer neue Tiefstwerte erreicht. Grund ist die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die seit einigen Wochen sogar einen Strafzins von Banken verlangt, wenn diese Geld bei Ihr einlagern wollen. Natürlich wirkt sich diese Zinspolitik sowohl für Geschäftskunden als auch auf den privaten Bankkunden aus, wenn auch höchst unterschiedlich: Was für einen Häuslebauer, der sich auf der Suche nach einer günstigen Finanzierung befindet, einen Segen ist, treibt dem Sparer die Sorgenfalten auf die Stirn. Im Deutschland haben bereits die ersten Banken angekündigt, die Strafzinsen der EZB weiterzugeben, wenn auch nur für Geschäftskunden mit größeren Einlagebeträgen. Aber auch für private Sparer ist die Situation derzeit alles andere als komfortabel.

Vergleich der Zinssätze lohnt sich

Umso mehr sollten private Sparer sorgfältig nach guten Angeboten Ausschau halten, denn es gibt durchaus noch Geldinstitute, die Zinsen auf die Einlagen zahlen. Zumeist handelt es sich dabei jedoch nicht um die großen bekannten Institute, sondern vielmehr um kleinere Direktbanken aus der zweiten Reihe. Für täglich fällige Spareinlagen gibt es in Österreich derzeit maximal 1,20 % Zinsen. Diesen Zinssatz bietet die französische Renault Bank an. Etwas weniger, und zwar 1,1% gibt es aktuell bei der spanischen Santander sowie live Bank, der Bank direktanlage.at sowie bei der DenizBankAG. Die genannten Angebote setzen allerdings teilweise Mindestanlagebeträge voraus, die, wie etwa bei der direktanlage.at bis zu 2500 Euro reichen. Insgesamt lassen sich nur zehn Anbieter finden, die noch einen Zinssatz von mindestens 1% bieten. Der Großteil der Angebote liegt z.T. deutlich darunter.
Für länger gebundene Anlageformen sieht es etwas besser aus, auch wenn die Anzahl der Anbieter auch hier überschaubar ist. Das beste Angebot hat die Bank Lendico für 1,95% bzw. 1,77% für das sechs monatige Festgeld, aber Achtung, hier gibt es keine Einlagensicherung, denn man investiert hier direkt in Kreditvergaben von Kreditnehmern. Mehr Risiko bedeutet auch hier ein höherer Zinssatz. Bindet man sich für ein Jahr, kann mit den gleichen Werten gerechnet werden.

Mit längerer Bindungsdauer sind höhere Zinssätze möglich

Mit zunehmender Bindungsdauer sind höhere Zinssätze zu erzielen. So liegen die fünf besten Angebote für das zwei Jahre gebundene Festgeld zwischen 2,28% (Lendico – keine Einlagensicherung) und 1,7% (Santander). Dazwischen befinden sich die Angebote von spar-anlage.at und der deniz Bank mit 1,8%. Etwas höher sind die Angebote Festgeld für drei Jahre. Hier liegt das Spitzenangebot bei immerhin 2,65% (Lendico – keine Einlagensicherung). Die höchsten Zinsen lassen sich bei der fünfjährige Anlage erzielen. Auch hier ist es der Anbieter lendico, der mit 3,36% die Spitzenposition einnimmt.
Fazit
Eine wirkliche Verbesserung aus Sicht der Sparer ist derzeit nicht in Sicht, so dass weiterhin nur dazu geraten werden kann, den Markt im Auge zu behalten und die besten Anbieter zu finden. Auf der Seite https://www.zinsen-vergleichen.at sind die verfügbaren Angebote übersichtlich zusammengestellt, so dass man eine sehr gute Orientierung erhält. Auch der wichtige Hinweis nach der zuständigen Einlagensicherung findet sich in den Tabellen.
Vor der Auswahl des richtigen Angebotes sollte sich der Sparer aber zunächst klar werden, welche finanzielle Strategie er in den nächsten Jahren verfolgt und wie lange er auf sein Geld verzichten kann. Denn ein ungeplante Auflösung der festen Anlage machen den erhofften Zinsertrag schnell zunichte.

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