Sparzinsen Vergleich für Österreich
Die Sparzinsen im Monat Juni 2015

Zinsen weiterhin auf historisch niedrigem Niveau

Die Frage, wann eine fundamentale Trendumkehr auf dem Zinsmarkt stattfindet, beschäftigt die Kreditnehmer genauso wie die Sparer. Traditionell folgenden die Sparzinsen jedoch erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand dieser Entwicklung. Und ob die Sparzinsen dem leichten Anstieg des Zinsniveau bei den Kreditzinsen im letzten Monaten folgen ist fraglich. Ob es bereits wieder bessere Angebote gibt und wo der Anleger diese findet, wird im Folgenden betrachtet. Generell bleibt zu bemerken, dass Anleger stets auf den Standort des Instituts achten sollten. Nur Banken mit Sitz in der Europäischen Union unterliegen einer gemeinschaftlichen Einlagesicherung, die im Extremfall auch staatlich abgesichert ist. Darüber hinaus gibt es auch Anbieter, die nicht als klassische Bank gemeldet sind und daher auch nicht unter die Einlagensicherung fallen.

Tagesgeldzinsen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau

Bei den Tagesgeldkonditionen hat sich im Vergleich zum Vormonat wenig getan. Im Gegenteil: Im Vergleich zum Top Angebot des Vormonats liegen die Spitzenrenditen auf täglich verfügbare Einlagen sogar noch etwas niedriger und zwar bei glatt 1%. Diesen Wert bieten derzeit die VakifBank, die Renault Bank direkt, die direktanlage.at, die DenizBank AG sowie die AutoBank. Weitere vergleichsweise gute Angebote folgen knapp darunter im Bereich von 0,9%, wie z.B. das der Santander der der LiveBank. Die Angebote der genannten Institute gelten nur zum Teil für eine Anlagesumme ab 1€. So gilt etwa das Angebot der direktanlage.at erst ab einem Betrag von 2500€.
In diesem Bereich ist in den nächsten Wochen und Monaten sicher noch mit einer gewissen Dynamik nach oben zu rechnen und es bleibt abzuwarten, wann sich die ersten Institute mit höheren Zinsätzen in Stellung bringen.

Kein Zinswachstum bei kurz- und mittelfristigen Anlagen

Auch bei den kurzfristigen Anlagen sowie bei den mittelfristig orientierten Geldanlagemöglichkeiten ist noch kein Trend nach oben zu erkennen. Wer sich für ein halbes Jahr von seinem Geld trennt, kann beim Spitzenreiter aber immerhin fast 2% einstreichen. Das Angebot von 1,95%, welches allerdings erst ab einem Betrag von 5001€ gilt, macht derzeit die in Deutschland gemeldete Lendico ihren Kunden. Allerdings fällt dieses Institut nicht unter die Einlagensicherung.
Weitere Angebote folgen bei 1,8% (J&T Banka) ab 10.000€, sowie noch einmal lendico mit 1,77% ab einem Sparbetrag von 25 €. Danach gibt es erst bei 1,45 wieder ein Angebot und zwar von der sparanlage.at (ebenfalls ohne Einlagesicherung) ab einem Guthaben von 2500€.
Fast identisch sieht das Angebot bei den einjährigen Anlageangeboten aus. Auch hier kommt das Top Angebot von Lendico (ohne Einlagensicherung) mit ebenfalls 1,95% ab 5001€.

Zinsen über 2% erst ab 2 Jahren möglich

In Bereich über 2% können die Anleger erst bei einer Dauer von 2 Jahren und mehr vorstoßen. Stattliche 2,28% bietet ebenfalls die Lendico Bank ab 5001€ bzw. 2,09 ab 25%. Auch die bereits erwähnt J&T Bank hat 2% ab 10.000€ im Angebot.
Mit einem längerfristigen Horizont sind sogar Renditen von über 3% möglich. Für eine Anlagedauer von 5 Jahren bietet ebenfalls Lendico 3,36% für 5001€ bzw. 3,18% für 25€ an.

Fazit der Sparzinsen im Juni 2015

Für die Sparer ist derzeit immer noch unklar, ob sich so langsam die schweren Zeiten dem Ende zuzuneigen. Insbesondere bei der Lendico gibt es bei mittel bis langfristiger Perspektive zwar recht ordentliche Zinsen. Allerdings muss der Anleger bei diesem Anbieter auf die Einlagensicherung verzichten.

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