Sparzinsen Vergleich für Österreich
Die Sparzinsen April 2017

Eine kleine Motivationsgeschichte
Seit April beschränkt die EZB ihre Anleihenkäufe auf 60 statt 80 Milliarden Euro pro Monat. Der Nullzinskurs wird jedoch weiterhin beibehalten, sowie auch die skurrile Situation, dass Banken, welche ihr Geld bei der EZB parken, Strafzinsen in Höhe von 0,4% zu zahlen haben. Der Sparer bekommt dies unweigerlich zu spüren in Form von mickrigen Sparzinsen. Trotzdem lohnt sich weiterhin ein Vergleich der Angebote. Ein Beispiel: Je 10 000 Euro liegen auf zwei verschiedenen Tagesgeldkonten, das eine bringt 0,2%, das andere wirft 1% ab. Nach einem Jahr beträgt der Unterschied 80 Euro. Bedenkt man nun noch, dass viele Kunden freiwillig Gebühren für Girokonten bezahlen von teils mehr als fünf Euro pro Monat, kommt pro Jahr eine nicht unerhebliche Summe zusammen, die man sich sparen könnte. Banken mögen bereits Strafzinsen auch an Privatkunden weiterleiten, doch all das lässt sich noch immer vermeiden.

Täglich fällige Einlagen – die besten Angebote
Die IngDiba bietet bereits ab dem ersten Euro 1% Zinsen auf das Ersparte bis zu einer Höhe von 50 000 Euro. Dieser Zinssatz gilt jedoch für Neukunden für die lediglich ersten vier Monate, anschließend fällt er auf 0,25%. Die Renault BankDirekt offeriert 0,7% und zwar ebenfalls für Bestandskunden. Noch dazu wird die Zinszahlung monatlich ausgeführt, bei größeren Summen kann sich schnell der Zinseszinseffekt ergeben. Ebenfalls 0,7% kommen von MoneyYou bis eine Million Euro, allerdings nur bei quartalsweiser Zinszahlung.

Sparzinsen für gebundene Einlagen
Bei Sparanlage gibt es 0,9% für sechs Monate Anlage. Das Geld wird hierbei in kurz- bis mittelfristige Unternehmensanleihen der SPAR Österreichischen Warenhandels-AG investiert. 0,8% können Sie bei der VakifBank abstauben, ab einem Betrag von 5000 Euro.
Bezüglich eines Zeitraums von zwölf Monaten sei auf Weltsparen verwiesen mit 1,35% ab 5000 Euro bereits, also ein durchaus attraktives Angebot. Auch die Sparanlage findet sich hier wieder mit 1,1%. Und die Credit Agricole wartet mit 1,01% auf.
Blicken wir auf 24 Monate ist ein sehr großer Sprung zu erkennen in der Zinshöhe. Bei Weltsparen stehen nun satte 2,5% an, bereits ab wieder 5000 Euro. Trotz des nun höheren Anlagezeitraums ein weiterhin vielversprechendes Angebot. Sehr weit abgeschlagen folgen Sparanlage mit 1,3% und die Santander mit 1,25%, allerdings erst ab 2500 Euro.

Überwinden Sie Ihre Bequemlichkeit
Der Mensch ist von Natur aus in manchen Dingen sehr bequemlich. Er hält an den bestehenden Dingen fest und ändert nichts daran. Gerade im Finanzbereich entgeht dem Anleger dadurch jedoch eine Menge Geld. Durch Tagesgeldhopping etwa können Sie die ersten vier Monate der IngDiba ausnutzen, bevor Sie zur RenaultBank wechseln mit monatlicher Zinszahlung. Bezüglich gebundener Einlagen sticht eindeutig Weltsparen hervor mit bis zu 2,5%. Zu den anfangs erwähnten 0,2% ein enormer Unterschied. Bedenken Sie jedoch: Je länger Sie Ihr Geld binden, desto größer ist das Risiko, einen Zinsaufschwung am Markt nicht mitmachen zu können.

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